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Tierschutz im Christenttum

 

 

Aus dem Christentum lässt sich hingegen keine eindeutige Position für oder wider Tierschutz ableiten. So heißt es im berühmten Vers Genesis 1, 28: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“ (Gen 1,28 ) Der Mensch steht somit über den Tieren und hat sie zu unterwerfen. Einzelne Theologen haben dies als Form von Verantwortungsethik und nicht als Form von Willkür verstanden. Der württembergische, vom Pietismus geprägte Pfarrer Christian Adam Dann (1758–1837) begründete seinen Einsatz für die gequälten Tiere hingegen damit, dass sie die Mitgeschöpfe der Menschen seien und als solche ebenso von Gott geliebt. Ein Mensch, der Tiere quäle, könne Gott und seine Mitmenschen nicht lieben. Er bezog sich dabei unter anderem auf Spr 12,10 : „Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs, aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig“. Sein Freund, der Liederdichter und Pfarrer Albert Knapp, gründete wenige Monate nach Danns Tod den ersten Tierschutzverein Deutschlands.[2] An anderer Stelle heißt es jedoch in der Bibel: „Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.“ (Gen 9,2 ) Dieser Vers wurde im Christentum über Jahrhunderte als Rechtfertigung zur Anwendung von Gewalt gegenüber Tieren herangezogen.

29.9.12 11:04

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